Infos zum Coronavirus

Gründliches Händewaschen vermindert das Infektionsrisiko.

 

Bitte überlegt in allen Teams und Leitungen, wie eine Begleitung von Menschen in Notsituationen unter der Bedingung der Corona-Pandemie erfolgen kann. Wenn die Situation eintritt, dass Menschen keinen Abschied nehmen können, weil sie in Quarantäne sind o.ä.; dann brauchen sie den Beistand, der nur über die Notfallseelsorge geleistet werden könnte. Kreative Lösungen, auch über Gebietsgrenzen hinweg, werden hier sicherlich Abhilfe schaffen. Das überlegte Abmelden von Systemen von der Leitstelle ist nachvollziehbar; die Notfallseelsorge sollte aber gerade jetzt für Menschen da sein. Alle Notfallseelsorgesysteme in Deutschland bitten wir herzlich, ihre derzeitige Situation zu prüfen und verantwortlich Entscheidungen für die eigenen Mitarbeitenden und die uns anvertrauten Klient*innen zu treffen.

Das Risiko einer möglichen Infektion liegt vor und wird eintreten. Um die Ausbreitung des Virus COVID-19 zu verlangsamen und damit über das Freihalten von Kapazitäten in den Krankenhäusern  Menschenleben zu schützen, werden inzwischen fast alle Veranstaltungen und Gottesdienste in Deutschland abgesagt. Dennoch sollte der Beistand und die Besonnenheit vor der Panik stehen!

 

Wo liegen mögliche Infektionsgefahren?

Gefährdet sind sowohl die Seelsorger*innen selbst als auch die ihnen anempfohlenen Personen. Neue Informationen zu Anlaufstellen, zum Stand der Dinge, hilfreiche Links und zum Infektionsschutz gibt das Bundesgesundheitsministerium unter:

https://www.bundesgesundheitsministerium.de/coronavirus.html

 

Hotlines zum Coronavirus

Wenden Sie sich telefonisch an Ihren Hausarzt oder wählen Sie die

Ärztlicher Bereitschaftsdienst 116117

- die Nummer des ärztlichen Bereitschaftsdienstes -

wenn Sie die Sorge haben, sich mit dem Coronavirus infiziert zu haben.

Hier finden Sie eine weitere Auswahl von Hotlines, die bundesweit zum Thema Coronavirus informieren:

  • Unabhängige Patientenberatung Deutschland -  0800 011 77 22 -
  • Bundesministerium für Gesundheit (Bürgertelefon) -  030 346 465 100 - Allgemeine Erstinformation und Kontaktvermittlung
  • Behördennummer  115 (www.115.de)
  • Beratungsservice für Gehörlose und Hörgeschädigte - Fax: 030 / 340 60 66 - 07
    E-Mail: / E-Mail:
  • Gebärdentelefon (Videotelefonie) ­ https://www.gebaerdentelefon.de/bmg/ ­  (030) 9028-2828

 

Umgang im Notfallseelsorge-System

  • Beständiger Kontakt mit den zuständigen alarmierenden Behörden, um mögliche Risiken für unsere Arbeit auszuschließen; keine Einsatzleitung wird uns leichtfertig anfordern. —> erste Notfallseelsorgesysteme stellen inzwischen ihren Dienst ein und melden sich bei ihren Leitstellen ab.
  • Die einzelnen Notfallseelsorgesysteme tragen Fürsorgepflicht für ihre Mitarbeitenden. Es geht um die Sicherheit unserer PSNV-Kräfte, aber auch unserer anvertrauten Klient*innen.
  • Alle Gruppentermine (Teamtreffen, Fortbildungen usw.) sind selbstverständlich in der nächsten Zeit abzusagen
  • sorgfältig überlegen, ob Einsätze besetzt werden; ohne Eigen- oder Fremdgefährdung. Wenn Einsätze, dann bitte Einmalhandschuhe tragen. Alarmierte Organisationen nach PSA fragen.
  • Die Tätigkeiten in der Seelsorge umfassen grundsätzlich keine pflegerischen Handlungen, sodass es im Allgemeinen nicht zu einem ausreichend engen körperlichen Kontakt kommt, der zu einer Infektion führen könnte.
  • Bitte vor jedem und nach jedem Einsatz sind alle NFS und KIT angehalten gründlich die Hände zu waschen.
  • Ausreichend Abstand und keine Berührungen im Gesicht sind ebenfalls unabdingbar.
  • In jedem Fall gilt, dass alle Seelsorgenden auf sich und auf die Kranken und Geschwächten achten sollen und sich bei eigenen Anzeichen von Erkrankung zurückziehen.
  • Empfehlungen des Robert Koch Instituts zum Umgang mit COVID-19 Verstorben: hier klicken

 

Ergeben sich weitere Fragen oder Beratungsbedarf für besondere Einsatzbedingungen, sollen sich die Notfallseelsorger*innen an ihre HA Verantwortlichen (Dienstvorgesetzten, Anstellungsträger) bzw. an ihre Betriebsärztin bzw. ihren Betriebsarzt wenden.
Wir stellen es jedoch allen Notfallseelsorger*innen frei, sich bei der Vergabe von Einsätzen in diesen Tagen und Wochen noch einmal besonders zu entscheiden. Nichtsdestotrotz bitten wir im Interesse der Menschen in Not auch weiterhin nach Kräften und Möglichkeiten Dienste und Einsätze zu übernehmen.

In Anlehnung an Absagen aller Großveranstaltungen in den verschiedenen Bereichen sollten auch die Gottesdienste und Andachten im persönlichen Kontakt vermieden werden. Auf Videoübertragung/Streaming o.ä. ist auszuweichen.

Kommende Ausbildungstermine sind bitte im Interesse der Dozent*innen und Teilnehmenden in der nächsten Zeit abzusagen.